Horizon: Zero Dawn - Frozen Wilds DLC

Horizon: Zero Dawn – The Frozen Wilds DLC

Es wird eisig kalt werden, im ersten und laut Entwickler auch einzigen Story-DLC von Horizon: Zero Dawn – The Frozen Wilds. Viel wurde im Vorfeld spekuliert – über das neue Gebiet, die Story und vor allem den neuen Maschinen mit denen Aloy konfrontiert wird.

Ob der DLC mit der Qualität des Hauptspiels mithalten kann und was uns sonst noch alles erwartet, möchte ich hier kurz zusammenfassen – also, auf gehts.

Beginn von The Frozen Wilds

Die Geschichte von The Frozen Wilds hängt nicht mit der des Hauptspiels zusammen – jedenfalls gibt es keinen Punkt an dem man erst das eine, dann das andere erledigten muss. Es wird allerdings empfohlen das neue Gebiet – den Schnitt – erst nach Erreichen von Level 30 zu betreten. Da ich ein „Neues Spiel+“ (Patch 1.30) und auf Schwierigkeitsgrad „Ultraschwer“ neu begonnen habe, kann ich dies nicht wirklich beurteilen. Allerdings, es gibt neue Maschinen im Schnitt und diese haben es tatsächlich in sich. Gleich zu Beginn wird man auch schon mit einer davon konfrontiert. Ich würde sagen, schafft man diese relativ gut und ohne nennenswerte Schwierigkeiten, hat man seinen Spaß im Schitt – andernfalls, würde ich tatsächlich erst einmal weiter die Gebiete des Hauptspiels unsicher machen und später wiederkommen. Man verpasst nichts wenn man dies tut.

Tatsächlich kann man die Hauptgeschichte von Horizon: Zero Dawn bereits abgeschlossen haben und sich anschließend erst dem Schnitt zuwenden. Sobald man bereit ist und loslegen will, findet man eine neue Quest sowie einen blauen Questmarker auf der Weltkarte. Quest aktivieren und dem Pfad folgen, er führt direkt in den Schnitt – nicht zu verfehlen.

Der Schnitt

Ja, im Hauptspiel gab es bereits verschneite Pässe und Berge, doch sehen diese Berge im vergleich zu den Bergen in The Frozen Wilds eher wie Hügel aus und der Schnee ging Aloy auch kaum bis über die Knöchel. Dies ist im Schnitt anders, dort gibt es Tiefschnee bis an die Hüften, was Aloy das Bewegen etwas schwieriger macht und durch eine drollig wirkende Animation schön gezeigt wird. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat, der Schnee wird durch Physik beeinflusst, so gräbt alles was durch geht seine Spur hinein. Da ich dies bisher erst aus einem anderen Spiel kenne und noch aus keinem so gelungen umgesetzt, finde ich dies besonders bemerkenswert.

Was man sonst über den Schnitt sagen kann ist, es ist ein hartes Pflaster. Nicht nur gibt es hier nur wenige Herden von „Versogermaschinen“ um seine Munition effektiv aufzufüllen, man steht dafür ganz schnell im nächsten Schlamassel. Dies erklärt dann auch das ruppige Auftreten der Banuk – doch dazu gleich mehr. Alles in allem ist der Schnitt ein wunderschönes Gebiet und entspricht dem Yellowstone Nationalpark, Wyoming in den Vereinigten Staaten. Doch möchte ich hier nicht mehr spoilern – es gibt vieles zu entdecken.

Die Banuk

Ihren Auftritt hatten die Banuk zwar schon kurz im Hauptspiel, jetzt geht es aber hauptsächlich um diesen Stamm, ihr Leben, Traditonen und auch Probleme im Schnitt. Man erfährt vieles über sie, Struktur des Stamms, Einstellungen – kurz gesagt, die Banuk sind zweifellos einer der befremlichsten aber spannensten Stämme des Spiels.

Für die Banuk bedeutet Blauglanz sehr viel, was ihre Schamanen für rituelle Zwecke nutzen. Es handelt sich dabei um gefrorenes Maschinenöl, doch belassen wir es beim Namen Blauglanz um nicht die mystische Note zu verlieren. Aloy ist jedenfalls gut beraten jedes Krümelchen Blauglanz einzustecken.

Neue Waffen und Rüstungen

Blauglanz kann unter anderem zum Beispiel für neue Waffen und auch neue Rüstungen ausgegeben werden. Diese sind zwar nicht wirklich günstig, dafür aber die besten die es im Spiel gibt. Auch durch Quests sind einige Waffen zu bekommen. Diese Waffen sind etwas ganz besonderes und am ehesten noch mit dem „Zersprenger“ aus dem Hauptspiel vergleichbar. Wer mehr zu den Waffen und Rüstungen aus The Frozen Wilds wissen will, der kann im Guide „Horizon: Zero Dawn – Alle Waffen“ mehr dazu finden.

Neuer Pfad im Skillbaum

Fast schon Pflicht für einen ausgewachsenen DLC der dem Spieler neue Möglichkeiten und Herrausfordungen bieten soll, ist eine Anhöhung des Maximallevel. Also wurde in The Frozen Wilds das Levelcap von 50 auf 60 erhört und um das Ganze abzurunden ein komplett neuer Pfad als bekannten Skilltree spendiert.

So kann man nun das Looten von Gegnern und das Aufsammeln von Pflanzen wärend man auf einem Reittier sitzt skillen. Wenn das Inventar fast vor dem Zerbersten steht, weil man als guter Rollenspieler alles aufsammeln muss, kann man nun über einen Skill lernen, überflüssiges direkt im Inventar zu zerlegen um zumindest die Hälfte an Scherben des Händlerpreises zu bekommen. Auch andere nützliche Skills wie ein Sprung vom Rücken eines Reittiers um einen Gegner empfindlich zu treffen ist dabei.

Weitere Neuerungen

Neben einer langen und aufregenden Story gibt es natürlich auch wieder eine Reihe von Nebenquests, Sammelaufgaben und ein neues Jagtgebiet.

Es gibt auch weniger offensichtliche Neuerungen, so wurde beispielsweiße an den Dialogen gearbeitet. So wurde mehr auf Lippensynchronisation und Mimik geachtet, was den Gesprächen noch etwas mehr Glaubwürdigkeit gibt.

Auch der Photomodus hat einige Neuerungen spendiert bekommen. So kann Aloy nun einige Posen einnehmen oder auch Gesichtsausdrücke zeigen. Nur der Vollständigkeit halber, Aloy kann nun einen Engel in den Schnee zeichnen. Ja sie legt sich in den Schnee und… macht einen Schneeengel.

Fazit

Das schlimmste zuerst: The Frozen Wilds wird laut Entwickler Guerrilla Games der einzige Story-DLC von Horizon: Zero Dawn sein. Gern hätte ich es gehabt, wenn meine komplett ausgeskillte und ausgerüstete Aloy jedesmal wenn ein neuer DLC erscheint, ein „Neues Spiel+“ startet.

Mit knapp 15 Stunden zusätzliche Geschichte – die Nebenaufgaben und Sammelquests nicht mitgezählt – ist man schon reichlich bedient. Wenn mann dann noch die neuen Erfolge freischalten möchte und auch sonst alles finden und freispielen möchte, ist man eine ganze Weile beschäftigt.

Ganz klar, The Frozen Wilds ist eine würdige Erweiterung für Horizon: Zero Dawn. Viele der Neuerungen runden Funktionen des Hauptspiels ab und machen es noch besser. Für mich ein ganz klares Muss für jeden der schon mit dem Hauptspiel seine Freude hatte.

geschrieben von neflatur am 24. November 2017

Details

Spiel Horizon: Zero Dawn – The Forzen Wilds DLC www.horizonzerodawn.com
Studio Guerrilla Games – www.guerrilla-games.com
Publisher Sony Interactive Entertainment
Release  7. November 2017
Plattformen Playstation 4 (+Pro)
Genre Action-Rollenspiel
USK ab 12
PEGI 16

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